Der Wallende Born oder Wallenborn (im Volksmund die oder der Brubbel) ist ein Kaltwassergeysir in der Ortschaft Wallenborn (Landkreis Vulkaneifel). Er ist neben dem 2006 reaktivierten Geysir Andernach auf dem Namedyer Werth ein aktiver Kaltwassergeysir in Deutschland, der im Gegensatz zu diesem ohne technische Kontrolle und Hilfsmittel ausbricht.

Die Fachleute sind sich nicht einig, ob der Wallende Born als natürlich eruptiv zu bezeichnen ist. Zumindest sind periodische Gasausbrüche seit Menschengedenken bezeugt. Bis zu seiner Erdbohrung war der Wallende Born also zumindest eine (periodische) Mofette. Der hohe Wasserschwall einer typischen Springquelle ergab sich jedoch erst nach baulichen Maßnahmen. Der Wallende Born wird als springbrunnenartiger Geysir betrieben: Der künstliche Schlot befindet sich unter der Wasseroberfläche eines kleinen Teiches. Das Wasser wird daher nicht als Fontäne, sondern turbulent geworfen. Das „Treibgas“ des Geysirs ist Kohlenstoffdioxid. Es enthält in Spuren andere Gase wie Schwefelwasserstoff, was an einem Geruch nach fauligen Eiern zu merken ist.

Kaltwassergeysir in Wallenborn (Eifel): hohe Eruption

Datei:Wallenborn-brubbel.ogg

Der Wallende Born wird als eine Folge des Vulkanismus in der Eifel angesehen, wenn auch die eruptive Form der Quelle keine direkte Folge der Erdwärme, sondern des Austrittes von Kohlenstoffdioxid ist. Das aus Magma in der Erdkruste freigesetzte vulkanische Gas steigt durch Spalten und Klüfte zur Erdoberfläche auf und löst sich teilweise im Grundwasser zu Kohlensäure.

Die Quelle ist ein Calcium-Natrium-Hydrogencarbonat-Säuerling. Das Quellwasser ist durch Sedimente sehr trüb.

Strukturgeologische Voraussetzung des Geysirs ist eine undurchlässige Schicht, eine „geologische Falle“, unter der sich Gas und Grundwasser sammeln. Sobald die Lösung des Gases im Wasser die Sättigung erreicht hat, und zusätzlich der Druck des weiter zuströmenden Gases die Auflast der darüberliegenden Wassersäule übersteigt, entweicht unter „Brubbeln“ das Gas. Damit verbunden ist eine Druckentlastung, die es dem bereits im Wasser gelösten Gas ermöglicht, wieder auszuperlen und unter Mitreißen von Grundwasser als Fontäne zu „springen“.